Falsch getankt in Oberstdorf?
Die Stillach, die Trettach und die Breitach treffen bei Oberstdorf zusammen und bilden die Iller. Dort, am südlichsten Zipfel der Republik, endet die B19, und wer aus Sonthofen oder Fischen im Allgäu anreist, merkt schon an der Steigung bei Tiefenbach, dass es Richtung Alpenhauptkamm geht. Zwischen Nebelhorn, Fellhorn und dem Oytal tanken Einheimische, Tagesgäste und Urlauber mit Wohnwagen oder Skibox auf dem Dach: an den Zapfsäulen entlang der Sonthofener Straße, in Bahnhofsnähe und an den Zufahrten nach Kornau und weiter ins Kleinwalsertal. Genau dort passiert es dann, meist zwischen Rückreisefrust und Zeitdruck: Diesel im Benziner, Benzin im Selbstzünder oder AdBlue im falschen Tank. Wer in Oberstdorf falsch getankt hat, braucht keinen Abschlepper quer durch das Oberallgäu. Der Kraftstoff-Notdienst kommt mit Pumpe und Auffangbehälter direkt an den Standort, ob am Bahnhof, an der Nebelhornbahn-Talstation oder auf einem Parkplatz in Rubi, Schöllang oder Reichenbach. Die Annahme läuft 24/7, auch an Feiertagen und während der Vierschanzentournee, wenn rund um den Schattenberg kaum ein Fahrzeug durchkommt. Gefahren wird das gesamte südliche Illertal von Birgsau über Kornau bis zur Grenze nach Riezlern. Das Becken des südlichen Oberallgäus, in dem der Markt Oberstdorf auf rund 815 Metern liegt, wird von Stillach, Trettach und Breitach geformt. Rundherum stehen die Allgäuer Alpen: Nebelhorn, Fellhorn, Kanzelwand, Söllereck und der Ifen im Osten. Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort die Dörfer Schöllang, Reichenbach und Tiefenbach sowie Weiler wie Kornau, Rubi, Gerstruben und Einödsbach, der südlichste bewohnte Ort Deutschlands. Nach Norden öffnet sich das Illertal Richtung Fischen und Sonthofen, nach Westen führt die Straße über die Grenze nach Riezlern, Hirschegg und Mittelberg. Das Kleinwalsertal gehört zu Vorarlberg, hängt verkehrlich aber an Oberstdorf. Östlich liegt das Tannheimer Tal mit Tannheim und Grän, erreichbar über das Ostrachtal und Bad Hindelang. Die Illertalbahn verbindet den Endbahnhof Oberstdorf mit Sonthofen, Immenstadt und Kempten.
Das Becken des südlichen Oberallgäus, in dem der Markt Oberstdorf auf rund 815 Metern liegt, wird von Stillach, Trettach und Breitach geformt. Rundherum stehen die Allgäuer Alpen: Nebelhorn, Fellhorn, Kanzelwand, Söllereck und der Ifen im Osten. Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort die Dörfer Schöllang, Reichenbach und Tiefenbach sowie Weiler wie Kornau, Rubi, Gerstruben und Einödsbach, der südlichste bewohnte Ort Deutschlands. Nach Norden öffnet sich das Illertal Richtung Fischen und Sonthofen, nach Westen führt die Straße über die Grenze nach Riezlern, Hirschegg und Mittelberg. Das Kleinwalsertal gehört zu Vorarlberg, hängt verkehrlich aber an Oberstdorf. Östlich liegt das Tannheimer Tal mit Tannheim und Grän, erreichbar über das Ostrachtal und Bad Hindelang. Die Illertalbahn verbindet den Endbahnhof Oberstdorf mit Sonthofen, Immenstadt und Kempten.
Der Abpumpdienst in Oberstdorf arbeitet mit einer fahrbaren Absauganlage, die über die B19 bis an jedes Fahrzeug heranreicht. Abgesaugt wird der komplette Tankinhalt, auch bei modernen Common-Rail-Dieseln mit engem Einfüllstutzen und bei Fahrzeugen, deren Harnstofftank versehentlich Diesel bekommen hat. Danach folgt die Tankentleerung: Der Kraftstoff wandert in dichte Behälter, getrennt nach Sorte, und wird über zertifizierte Wege im Oberallgäu verwertet. Eine Innenreinigung des Tanks ist nur nötig, wenn das Gemisch bereits den Kraftstofffilter oder die Einspritzpumpe erreicht hat. Vor Ort heißt das konkret: Ein Kombi, der in Schöllang Benzin statt Diesel erwischt hat, wird an der Stellfläche abgepumpt und dort wieder startklar gemacht, statt per Tieflader nach Sonthofen zu rollen. Ein Mietwagen am Parkplatz der Breitachklamm bekommt dieselbe Behandlung wie der Transporter eines Busunternehmens an der Ortsdurchfahrt oder ein Wohnmobil, das nach dem Wandertag am Söllereck falsch betankt wurde. Zurück bleibt sauberer Sprit im Tank, dazu ein kurzes Protokoll für die Werkstatt.
Ein Anruf aus Oberstdorf landet direkt bei der Disposition. Erfasst werden Fahrzeugtyp, getankte Sorte und der genaue Standort, damit der Fahrer nicht erst am Endbahnhof suchen muss, wenn das Auto in Birgsau, Gerstruben oder auf einem Parkplatz am Söllereck steht. Von Sonthofen aus sind die Einsatzfahrzeuge über die B19 in der Regel in 30-45 Minuten vor Ort, bei Nebel im Illertal oder Rückreiseverkehr kann es etwas länger dauern. Am Fahrzeug wird zuerst geprüft, welcher Kraftstoff tatsächlich im Tank schwimmt. Dann läuft die Pumpe, ein Schlauch sitzt am Einfüllstutzen, der Inhalt verschwindet in die Kanister. Das Gemisch geht in die fachgerechte Entsorgung und nicht in die Kanalisation oder in die Iller. Zum Schluss kommt der richtige Kraftstoff hinein, der Motor wird kurz gestartet und geprüft. Anschließend ist das Fahrzeug wieder fahrbereit, egal ob die Fahrt nach Immenstadt oder über die Grenze nach Mittelberg gehen soll.
Vor Ort in Oberstdorf
Oberstdorf bündelt Verkehr, der sonst über die ganze Region verteilt wäre. Die B19 endet hier, die Strecke nach Riezlern und Mittelberg zweigt am Ortsrand ab, und die Illertalbahn hat ihren Endbahnhof mitten im Ort. Wer aus Kempten, Immenstadt oder Sonthofen zur Arbeit ins Illertal pendelt, tankt morgens rasch an einer der Zapfsäulen entlang der B19, oft mit dem Kopf schon im Termin. Dazu kommen Urlauber, die nach einer Woche am Nebelhorn oder auf der Kanzelwand vor der Rückreise noch volltanken wollen, in einem Mietwagen, dessen Tankklappe anders beschriftet ist als beim eigenen Auto. Verstärkt wird das durch das dünne Tankstellennetz. In und um Oberstdorf gibt es nur wenige Stationen, entsprechend voll wird es an Samstagen der Wintersaison, wenn Abreise- und Anreisewelle gleichzeitig über die Ortsdurchfahrt rollen. Auch das Kleinwalsertal spielt hinein, denn Fahrzeuge aus Hirschegg oder Riezlern sind für größere Arbeiten auf Betriebe diesseits der Grenze angewiesen. Große Industrie gibt es hier weniger als in Sonthofen, dafür Tourismus, Handwerk, Skischulen und Busbetriebe mit Fuhrparks, die regelmäßig betankt werden müssen.
Anfahrt und Verkehrswege
Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A7, B19, B308, Deutsche Alpenstraße, Autobahnanschluss Nesselwang, Grenztunnel Füssen, Grenzübergang Walserschanz nach Riezlern.
Unser Wagen steht am Parkplatz der Breitachklamm in Tiefenbach und hat Benzin statt Diesel bekommen. Fahren Sie dorthin?
Tiefenbach und die Klamm liegen im Einsatzgebiet, dort wird direkt an der Stellfläche abgepumpt. Weil an Schönwettertagen viele Ausflügler parken, plant die Disposition etwas mehr Zeit für die Anfahrt ein. Danach wird der Tank mit Diesel befüllt und das Fahrzeug ist wieder fahrbereit.
Wir haben am Abreisetag an der B19 falsch getankt, aber die Ortsdurchfahrt steht wegen Rückreiseverkehr. Wie kommen Sie durch?
Die Disposition kennt die Samstagslage im Illertal und schickt das Einsatzfahrzeug über Fischen und Tiefenbach statt durch den Ortskern. In der Regel stehen wir trotzdem in 30-45 Minuten am Fahrzeug. Bitte nennen Sie Parkhaus, Seitenstraße oder Tankstelle möglichst genau.
Ein Fahrzeug aus Hirschegg im Kleinwalsertal hat AdBlue in den Dieseltank bekommen. Kommen Sie über die Grenze?
Fahrzeuge aus dem Kleinwalsertal betreuen wir laufend, weil die nächste größere Werkstatt für viele nur über Oberstdorf erreichbar ist. Der Harnstofftank wird vor Ort entleert und gespült, der Diesel separat abgesaugt und entsorgt. Ein Protokoll für Versicherung oder Leasinggeber gibt es dazu.
Der Bus einer Skischule in Schöllang wurde mit Benzin betankt. Was passiert mit dem Gemisch?
Das Benzin-Diesel-Gemisch wird abgesaugt, in verschlossene Behälter gefüllt und über einen zertifizierten Entsorger im Oberallgäu verwertet. In Kanal oder Iller gelangt davon nichts. Nach dem Befüllen mit Diesel kann der Bus wieder auf die Piste.
Ebenfalls schnell vor Ort in:
- Falsch getankt in Sonthofen
- Fischen im Allgäu
- Obermaiselstein
- Tiefenbach
- Falsch getankt in Riezlern
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