Falsch getankt in Chiemsee?

Chiemsee ist keine Stadt mit Marktplatz und Fußgängerzone, sondern eine der kleinsten Gemeinden Bayerns: Herreninsel und Fraueninsel bilden ihren Kern. Auf der einen Insel steht das Schloss Herrenchiemsee, auf der anderen das Kloster Frauenwörth, beide sind nur per Schiff erreichbar. Autos bewegen sich daher fast ausschließlich auf dem Festland, das ebenfalls zur Gemeinde gehört: am Anleger von Prien-Stock, wo der Dampfzug der Chiemseebahn endet, entlang der B305 Richtung Übersee, durch Bernau und Grabenstätt, weiter nach Chieming und Seebruck. Genau in dieser Kulisse entstehen Fehlbetankungen. Wer nach der Überfahrt schnell weiter muss, greift an der Zapfsäule zur falschen Pistole und merkt erst an der nächsten Kreuzung, dass der Motor unrund läuft. Unser Kraftstoff-Notdienst ist in der Region 24/7 unterwegs und erreicht Fahrzeuge an den Uferorten meist in 30-45 Minuten. Abgepumpt wird am Fahrzeug selbst, etwa am Parkplatz des Bahnhofs Prien am Chiemsee, an den Strandbädern zwischen Rimsting und Breitbrunn oder auf einem Rastplatz der A8. Am Chiemsee falsch getankt zu haben, kostet damit weder Abschleppwagen noch Werkstattaufenthalt. Die Gemeinde Chiemsee liegt im Alpenvorland und verteilt sich über die beiden bewohnten Inseln des Sees sowie einige Uferflächen. Mit knapp 80 Quadratkilometern ist der Chiemsee der größte See Bayerns, sein Wasser reicht bis an die Landkreise Rosenheim und Traunstein. Herreninsel und Fraueninsel trennen nur wenige hundert Meter Wasser, dazwischen liegt die kleine Schalch. Gespeist wird der See unter anderem von der Tiroler Achen aus den Chiemgauer Alpen, entwässert wird er bei Seebruck durch die Alz in Richtung Inn. Am Nord- und Westufer reihen sich Prien am Chiemsee, Rimsting, Breitbrunn, Gstadt und Chieming, am Südufer Bernau, Grabenstätt und Übersee. Die Bahnstrecke von München über Rosenheim nach Salzburg hält in Prien und Übersee, die B305 verbindet die Uferorte mit dem Berchtesgadener Land, südlich steigen die Chiemgauer Alpen mit Hochgern, Hochfelln und Kampenwand an.

Die Gemeinde Chiemsee liegt im Alpenvorland und verteilt sich über die beiden bewohnten Inseln des Sees sowie einige Uferflächen. Mit knapp 80 Quadratkilometern ist der Chiemsee der größte See Bayerns, sein Wasser reicht bis an die Landkreise Rosenheim und Traunstein. Herreninsel und Fraueninsel trennen nur wenige hundert Meter Wasser, dazwischen liegt die kleine Schalch. Gespeist wird der See unter anderem von der Tiroler Achen aus den Chiemgauer Alpen, entwässert wird er bei Seebruck durch die Alz in Richtung Inn. Am Nord- und Westufer reihen sich Prien am Chiemsee, Rimsting, Breitbrunn, Gstadt und Chieming, am Südufer Bernau, Grabenstätt und Übersee. Die Bahnstrecke von München über Rosenheim nach Salzburg hält in Prien und Übersee, die B305 verbindet die Uferorte mit dem Berchtesgadener Land, südlich steigen die Chiemgauer Alpen mit Hochgern, Hochfelln und Kampenwand an.

Der Abpumpdienst Chiemsee übernimmt Tankentleerungen an allen Uferorten zwischen Prien und Seebruck sowie auf den Parkflächen der Zubringer zur A8. Zwei Fehler treten dabei am häufigsten auf: Diesel im Benziner und Benzin im Selbstzünder. Beides wird über Saugleitungen aus dem Tank geholt und in dichte, zugelassene Kanister gefüllt, danach folgen je nach Fahrzeugtyp das Spülen der Leitungen, das Auffüllen mit dem passenden Kraftstoff und ein Startversuch. Auch AdBlue im Dieseltank ist ein Fall für die mobile Pumpe, weil das Harnstoffgemisch die Einspritzanlage angreift, sobald der Motor länger läuft. Einsatzorte sind zum Beispiel das Gewerbegebiet Prien mit seinem Lieferverkehr, der Chiemsee-Park in Bernau, die Pendlerparkplätze am Bahnhof Prien am Chiemsee und der Bereich um den Anleger in Gstadt. Wer nur wenige Liter danebengegriffen hat, braucht nicht immer eine komplette Entleerung. Häufig genügt ein Teilabzug, anschließend wird auf die richtige Menge aufgefüllt. Diese Entscheidung fällt vor Ort nach Blick auf Tankinhalt und Mischungsverhältnis.

Am Telefon werden zuerst Kennzeichen, Standort und die getankte Menge erfragt. Daraus ergibt sich, ob ein Teilabzug reicht oder der Tank vollständig geleert werden muss. Ein Einsatzfahrzeug startet dann aus dem Raum Prien, je nach Tageszeit über die B305 oder über die A8 mit Abfahrt Grabenstätt oder Bernau. Vor Ort wird der Tankinhalt durch den Einfüllstutzen abgesaugt, in geschlossene Behälter geleitet und der Motorraum auf ausgelaufenen Kraftstoff geprüft. Die gesammelte Flüssigkeit nimmt ein zertifizierter Entsorger aus der Region entgegen; in den Chiemsee oder in den Boden gelangt davon nichts. Danach kommt die richtige Kraftstoffsorte in den Tank, der Motor wird gestartet und kurz beobachtet. Erst wenn er rund läuft, ist die Weiterfahrt nach Übersee, Traunstein oder Rosenheim wieder möglich. Die reine Arbeitszeit am Fahrzeug liegt meist zwischen 20 und 40 Minuten.

Vor Ort in Chiemsee

Rund um den See treffen Ausflugsverkehr, Pendler und Lieferfahrzeuge aufeinander, und genau das erzeugt Hektik an den Zapfsäulen. Der Bahnhof Prien am Chiemsee ist der wichtigste Umsteigepunkt der Gegend, von hier fährt die Chiemseebahn zum Anleger in Prien-Stock, wo Schiffe nach Herrenchiemsee und Fraueninsel ablegen. Viele Autofahrer parken dort nur kurz, um Fahrkarten zu holen, und tanken anschließend im Stress. Im Gewerbegebiet Prien mit seinen Betrieben und Logistikflächen herrscht dichter Berufsverkehr Richtung Rosenheim, Traunstein und Bad Endorf. Der Chiemsee-Park in Bernau am Chiemsee zieht an Wochenenden zusätzlich Fahrzeuge aus dem ganzen Landkreis an. Auf der B305, der Deutschen Alpenstraße, rollt der Verkehr von Grabenstätt über Übersee weiter, auf der B20 und über die A8 mit den Anschlussstellen Bernau, Grabenstätt und Übersee fahren Urlauber in Richtung Salzburg. An den Tankstellen entlang dieser Strecken wird oft in letzter Minute getankt, weil die nächste Gelegenheit unklar erscheint. Nach einer Wanderung am Hochfelln oder einem langen Tag am Wasser steigen viele müde ein und verwechseln dann die Zapfpistolen. Hinzu kommen Mietwagen und Wohnmobile, deren Fahrer mit den Bezeichnungen der Kraftstoffsorten nicht vertraut sind.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A8 (München-Salzburg), A93 (Holzkirchen-Kufstein), AD Inntal (A8/A93), Autobahnkreuz München-Süd (A8/A99), B305 (Deutsche Alpenstraße), B20, B15 Richtung Wasserburg am Inn.

Mein Wagen steht am Anleger in Prien-Stock, ich wollte zur Fraueninsel übersetzen. Übernimmt der Notdienst solche Parkplätze?

Ja, die Parkflächen rund um den Anleger in Prien-Stock gehören zum häufigsten Einsatzgebiet, weil dort vor der Überfahrt oft noch schnell getankt wird. Die Anfahrt dauert in der Regel 30-45 Minuten, abgesaugt wird direkt am Stellplatz, damit die Rückfahrt nicht am Schiff hängt. Auf den Inseln selbst fahren nur wenige Versorgungsfahrzeuge, betankt werden sie ausschließlich am Festland.

Auf der A8 zwischen Bernau und Grabenstätt ist mir das Missgeschick passiert. Können Sie an einem Rastplatz arbeiten?

An Rastplätzen und Parkbuchten entlang der A8 ist das gut möglich, auf dem Standstreifen wird zuerst die Absicherung geklärt. Nennen Sie am Telefon die Fahrtrichtung und die nächste Anschlussstelle, dann läuft die Anfahrt über Bernau, Grabenstätt oder Übersee. Der falsche Kraftstoff wird vor Ort abgesaugt, anschließend ist das Fahrzeug wieder fahrbereit.

Wir pendeln täglich zwischen Prien und Rosenheim. Lohnt sich Abpumpen mehr als der Abschleppwagen?

Meistens ja, weil der Wagen nicht in die Werkstatt muss und die Standzeit kurz bleibt. Im Gewerbegebiet Prien oder auf den Pendlerparkplätzen am Bahnhof ist das Auto nach dem Absaugen und Auffüllen oft in unter einer Stunde wieder einsatzbereit. Nur wenn der Motor schon länger mit dem falschen Kraftstoff gelaufen ist, führt der Weg danach in eine Fachwerkstatt.

Was geschieht mit dem abgepumpten Diesel oder Benzin?

Der Kraftstoff wird in geschlossene Behälter gefüllt und an einen zertifizierten Entsorgungsbetrieb im Landkreis übergeben. In den Chiemsee, der als Vogelschutzgebiet und Lebensraum zahlreicher Wasserarten besonders empfindlich ist, gelangt davon nichts. Deshalb wird auch der Boden unter dem Fahrzeug kontrolliert, bevor die Fahrt weitergeht.

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