Falsch getankt in Bidingen?
Am Kreuzungspunkt von B12 und B16 kommt Bidingen nie ganz zur Ruhe. Morgens rollt der Berufsverkehr Richtung Kaufbeuren, abends geht es zurück in die Dörfer, und dazwischen schieben sich Lieferwagen und Sattelzüge, die im Gewerbegebiet an der Bahnhofstraße andocken und ihre Paletten loswerden. Wer den Tag über zwischen Biessenhofen, Ruderatshofen und dem übrigen Ostallgäu unterwegs ist, hält irgendwann kurz an der Zapfsäule. Meistens geht das gut. Manchmal greift die Hand mit den dicken Handschuhen zur falschen Pistole, und dann steckt Diesel im Benziner oder Super im Selbstzünder. Genau dafür fährt unser Kraftstoff-Notdienst raus. Bidingen und die angrenzenden Ortschaften erreichen wir sieben Tage die Woche, auch nachts und am Sonntag, mit einer Reaktionszeit von 30-45 Minuten. Ob das Auto auf dem Pendlerparkplatz am Bahnhof steht, neben dem EDEKA-Markt oder auf einem Feldweg zwischen Aitrang und Günzach, ist dabei zweitrangig. Der falsche Sprit wird vor Ort abgepumpt, fachgerecht entsorgt und der Tank so weit gespült, dass der Motor wieder sauber läuft. Abschleppen ist in den meisten Fällen nicht nötig. Bezahlt wird nach Aufwand, nicht nach Uhrzeit, die Entsorgung ist im Preis enthalten. Die Gemeinde liegt im Landkreis Ostallgäu auf einer welligen Hochfläche zwischen den Tälern von Wertach und Günz. Ländlich geprägt ist sie allemal: ein kompakter Hauptort, dazu verstreute Weiler und Höfe, dazwischen Wiesen, Waldstücke und kleine Bäche, die nach Westen abfließen. Nach Norden geht der Blick Richtung Kaufbeuren, nach Süden Richtung Marktoberdorf, und dazwischen schieben sich Biessenhofen, Ruderatshofen und Aitrang. Die B12 quert den Ort, die B16 bindet ihn an das Allgäu und an die Strecke Richtung Füssen an. Über die Anschlussstellen Kaufbeuren und Bad Grönenbach ist die A7 in wenigen Minuten erreichbar, die A96 bei Mindelheim liegt weiter westlich. Durch die Gemeinde führt außerdem die Bahnstrecke, an der der Bahnhof den Nahverkehr bedient. Kalt wird es hier früh: Auf der freien Fläche zwischen Bidingen und Unterthingau liegt im Winter oft Nebel, während Kaufbeuren schon Sonne hat.
Die Gemeinde liegt im Landkreis Ostallgäu auf einer welligen Hochfläche zwischen den Tälern von Wertach und Günz. Ländlich geprägt ist sie allemal: ein kompakter Hauptort, dazu verstreute Weiler und Höfe, dazwischen Wiesen, Waldstücke und kleine Bäche, die nach Westen abfließen. Nach Norden geht der Blick Richtung Kaufbeuren, nach Süden Richtung Marktoberdorf, und dazwischen schieben sich Biessenhofen, Ruderatshofen und Aitrang. Die B12 quert den Ort, die B16 bindet ihn an das Allgäu und an die Strecke Richtung Füssen an. Über die Anschlussstellen Kaufbeuren und Bad Grönenbach ist die A7 in wenigen Minuten erreichbar, die A96 bei Mindelheim liegt weiter westlich. Durch die Gemeinde führt außerdem die Bahnstrecke, an der der Bahnhof den Nahverkehr bedient. Kalt wird es hier früh: Auf der freien Fläche zwischen Bidingen und Unterthingau liegt im Winter oft Nebel, während Kaufbeuren schon Sonne hat.
Der Abpumpdienst für Bidingen arbeitet komplett mobil. Pumpe, Kanister und Bindemittel sind im Fahrzeug, gearbeitet wird an der Stelle, an der der Wagen steht, denn ein falsch betanktes Auto sollte möglichst nicht mehr bewegt werden. Zuerst prüfen wir, ob bereits Kraftstoff in die Leitungen gelangt ist und wie voll der Tank ist. Danach saugen wir den Inhalt restlos ab, auch bei einem AdBlue-Fehler, und spülen das System, bevor neuer Sprit hineinkommt. Rund um Bidingen gibt es einige Stellen, an denen es immer wieder passiert: die Zapfsäulen an der Durchfahrt, der Parkstreifen am Bahnhof, die Zufahrt zum Gewerbegebiet an der Bahnhofstraße, wo Firmenwagen im Halteverbot stehen. Falsch getankt wird meist in Eile, und wer hier mit der falschen Sorte im Tank dasteht, greift zum Telefon. Auch Fahrer aus Ruderatshofen oder Biessenhofen melden sich, wenn sie auf der B16 nicht mehr weiterkommen.
Ein Anruf genügt, dann geht es los. Am Telefon klären wir zwei Dinge: welcher Kraftstoff im Tank gelandet ist und wie voll er ungefähr ist. Wer noch nicht gestartet hat, lässt den Schlüssel besser stecken und schaltet die Zündung aus, das erspart später Arbeit an der Einspritzung. Von unserem Standort aus fahren wir über die B12 oder die B16 nach Bidingen, im Schnitt stehen wir nach 30-45 Minuten neben dem Auto. Vor Ort wird zuerst die Batterie abgeklemmt, dann saugt die Pumpe den Tank leer. Der falsche Kraftstoff wandert in dichte Behälter und wird von einem zertifizierten Entsorger übernommen. Anschließend setzen wir den Wagen mit einem Kanister passenden Sprits wieder in Gang und begleiten den ersten Start. Läuft der Motor rund, können Sie direkt weiterfahren, ob nach Marktoberdorf zur Arbeit oder heim nach Unterthingau.
Vor Ort in Bidingen
Bidingen selbst ist überschaubar, der Verkehr auf den beiden Bundesstraßen ist es nicht. Morgens bündelt sich am Knoten B12/B16 alles, was aus Aitrang, Günzach, Eggenthal und Friesenried Richtung Kaufbeuren zur Arbeit fährt. Abends läuft der Strom in die Gegenrichtung, dann wird an der ersten freien Zapfsäule gehalten, weil der Termin um sieben noch im Kopf ist. Im Gewerbegebiet an der Bahnhofstraße herrscht tagsüber reger Betrieb: Speditionen, Handwerksbetriebe, Firmenwagen, die Paletten löschen und schnell weiter wollen. Zwischen zwei Stopps wird getankt, und genau dort passiert die Fehlbetankung. Ein zweiter Brennpunkt liegt am Bahnhof. Pendler stellen den Wagen morgens ab, fahren mit dem Zug weg und kommen abends müde zurück. Der Tank ist fast leer, die Tankstelle liegt auf dem Weg, und bei Frost und Dunkelheit ist die Konzentration schnell dahin. Auch am EDEKA-Markt, wo Kunden aus der ganzen Umgebung einkaufen, kommt das vor. Meistens trifft es Dieselfahrzeuge, die Benzin bekommen, seltener umgekehrt.
Anfahrt und Verkehrswege
Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: B12, B16, A7 (Anschlussstelle Kaufbeuren), A7 (Anschlussstelle Bad Grönenbach), A96 (Anschlussstelle Mindelheim).
Unser Wagen steht auf dem Parkplatz am EDEKA-Markt und springt nach dem Tanken nicht mehr an. Kommt ihr dorthin?
Der Marktparkplatz ist für uns eine bekannte Adresse, wir fahren ihn regelmäßig an. Abgepumpt wird direkt vor Ort, danach prüfen wir, ob Kraftstoff in die Leitungen gelangt ist. In vielen Fällen läuft der Motor anschließend wieder rund, ohne dass ein Abschleppwagen gebraucht wird.
Mein Auto steht am Pendlerparkplatz am Bahnhof, ich sitze schon im Zug Richtung Kaufbeuren. Geht die Tankentleerung auch ohne mich?
Das lässt sich regeln, wenn jemand vor Ort Zugang zum Fahrzeug hat, etwa über einen Zweitschlüssel. Wir leeren den Tank dann in Ihrer Abwesenheit und schicken Beleg sowie Fotos hinterher. Am nächsten Morgen wartet der Wagen wieder fahrbereit auf dem Parkplatz.
Es ist nur wenig falscher Kraftstoff im Tank. Reicht da nicht einfach Nachfüllen?
Bei einer kleinen Restmenge kann das je nach Fahrzeug und Mischungsverhältnis klappen, garantiert ist es nicht. Wir messen vor Ort und entscheiden dann, ob eine Tankentleerung wirklich nötig ist. Ein Startversuch mit falschem Gemisch kann Injektoren und Pumpe beschädigen, das wird deutlich teurer als das Abpumpen.
Wir sind zwischen Bidingen und Biessenhofen auf der B16 liegen geblieben. Wie schnell seid ihr da?
Die B16 gehört zu unseren Hauptstrecken, deshalb sind wir meist in 30-45 Minuten vor Ort, auch am späten Abend. Stellen Sie das Warndreieck auf und bleiben Sie hinter der Leitplanke, wir melden uns kurz vor der Ankunft. Steht der Wagen in einem Kurvenbereich, geben wir zusätzlich der Polizei Bescheid.
Ebenfalls schnell vor Ort in: