Falsch getankt in Hessen?

Am Frankfurter Kreuz beginnt der Arbeitstag für Zehntausende im stockenden Verkehr. Auf der A5 drängen Pendler aus dem Taunus nach Süden, auf der A3 rollt der Strom aus dem Rheingau und vom Main heran. Irgendwo zwischen diesen Achsen liegt ein kurzer Halt an der Zapfsäule. Manchmal greift dabei jemand zur falschen Pistole, und das Fahrzeug steht mit dem falschen Kraftstoff im Tank. In Hessen passiert das selten an einem ruhigen Ort. Es trifft Fahrer am Autohof an der A5, auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt, an der Tankstelle in Offenbach oder im Gewerbegebiet von Rüsselsheim. Der Kraftstoff-Notdienst ist zu jeder Uhrzeit unterwegs und fährt in die Rhein-Main-Ebene, durch den Wetteraukreis, nach Gießen, Marburg und Fulda, nordwärts bis Kassel. Zum Einsatzgebiet gehören die Achsen A3, A5, A7 und A45, dazu A66, A67 sowie B3, B45 und B27. Angefahren werden Rastplätze, Firmenparkplätze, Tiefgaragen und Wohnstraßen, solange das Auto erreichbar steht. Der Tank wird leergepumpt, der falsche Sprit fachgerecht entsorgt, danach läuft der Motor wieder rund. Bis ein Techniker eintrifft, vergehen meist 30-45 Minuten. Wie lange genau, hängt davon ab, ob Sie am Gambacher Kreuz, im Rheingau oder auf der A7 bei Bad Hersfeld warten. Adresse, Fahrzeugtyp und eine kurze Beschreibung der Lage reichen für die Anmeldung. Hessen liegt in der Mitte der Republik und grenzt an sechs Bundesländer, von Niedersachsen im Norden bis Baden-Württemberg im Süden. Durch das Land ziehen sich Main und Rhein, dazu Lahn, Fulda, Werra, Kinzig und Nidda. Im Süden breitet sich die Rhein-Main-Ebene aus, im Westen steigen Taunus und Westerwald an, im Osten liegen Vogelsberg und Rhön, im Norden Kellerwald und Weserbergland. Höchster Punkt ist die Wasserkuppe in der Rhön, im Taunus überragt der Große Feldberg die Region. Seen wie Edersee und Diemelsee ziehen Ausflügler an, und die Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg gilt als früher Frühlingsbote. Bahnseitig verlaufen die Main-Weser-Bahn von Frankfurt über Gießen nach Kassel, die Riedbahn Richtung Mannheim, die Kinzigtalbahn nach Fulda und die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Viele Bahnhöfe liegen weit außerhalb der Ortskerne, weshalb Pendler dort mit dem Auto hinfahren und an den P+R-Plätzen tanken.

Hessen liegt in der Mitte der Republik und grenzt an sechs Bundesländer, von Niedersachsen im Norden bis Baden-Württemberg im Süden. Durch das Land ziehen sich Main und Rhein, dazu Lahn, Fulda, Werra, Kinzig und Nidda. Im Süden breitet sich die Rhein-Main-Ebene aus, im Westen steigen Taunus und Westerwald an, im Osten liegen Vogelsberg und Rhön, im Norden Kellerwald und Weserbergland. Höchster Punkt ist die Wasserkuppe in der Rhön, im Taunus überragt der Große Feldberg die Region. Seen wie Edersee und Diemelsee ziehen Ausflügler an, und die Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg gilt als früher Frühlingsbote. Bahnseitig verlaufen die Main-Weser-Bahn von Frankfurt über Gießen nach Kassel, die Riedbahn Richtung Mannheim, die Kinzigtalbahn nach Fulda und die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Viele Bahnhöfe liegen weit außerhalb der Ortskerne, weshalb Pendler dort mit dem Auto hinfahren und an den P+R-Plätzen tanken.

Abgepumpt wird dort, wo das Auto steht, nicht in einer Werkstatt. Das gilt für den Transporter einer Spedition im Logistikpark Weiterstadt genauso wie für den Mietwagen im Parkhaus am Flughafen Frankfurt oder den Kleinwagen, der an der B3 in Marburg liegen bleibt. Der Abpumpdienst Hessen holt den falschen Kraftstoff aus dem Tank, ob an einem Diesel oder einem Benziner, und trennt AdBlue aus dem System, bevor es in die Einspritzung gelangt. Zur Ausrüstung gehören Pumpen mit eigener Stromversorgung, dichte Behälter und Auffangwannen, damit auf dem Parkplatz vor dem Möbelmarkt in Gießen oder an der Rastanlage nichts ins Erdreich läuft. Größere Mengen werden in mehreren Durchgängen gefördert. Der entnommene Kraftstoff kommt nicht in den nächsten Tank, sondern wird gesammelt und später einer fachgerechten Verwertung zugeführt. Zum Auftrag gehört außerdem die kurze Prüfung, ob der Motor den Fehler unbeschadet überstanden hat. Häufig reicht eine Tankentleerung, ein neuer Filter und frischer Diesel oder Super. Ältere Dieselmotoren verzeihen mehr, moderne Common-Rail-Systeme verzeihen wenig, wenn der Motor bereits gelaufen ist.

Der Ablauf startet mit einem Anruf. Aufgenommen werden Standort, Fahrzeug, Kraftstoffart und die Frage, ob der Motor schon gestartet wurde. Diese Angabe entscheidet, ob nur der Tank geleert werden muss oder ob Sprit bereits im Filter und in den Leitungen sitzt. Danach sucht der Disponent den nächsten freien Wagen. In der Rushhour kann das heißen, dass die Anfahrt über die A661 nach Offenbach oder über die B27 Richtung Fulda läuft, je nachdem, wo gerade weniger los ist. Der Fahrer meldet sich kurz vor der Ankunft. Vor Ort wird der Tank über eine Pumpe geleert und der Inhalt in verschlossene Kanister gefüllt. Diese gehen an eine Annahmestelle für Altkraftstoffe. War der Motor bereits gestartet, kommen Spülung und Filterwechsel dazu. Am Ende steht ein kurzer Probelauf, und das Fahrzeug rollt wieder aus eigener Kraft vom Hof.

Vor Ort in Hessen

Kaum ein Bundesland hat so viel Transitverkehr wie Hessen. Am Frankfurter Kreuz treffen A3 und A5 aufeinander, am Gambacher Kreuz kreuzt die A45 die Nord-Süd-Achse, am Hattenbacher Dreieck teilen sich A5 und A7 den Weg nach Norden. Dazu die Pendlerströme: Hunderttausende fahren täglich aus dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Rheingau-Taunus-Kreis und aus Südhessen in den Ballungsraum Frankfurt. Arbeitgeber mit großen Fuhrparks sitzen dicht beieinander. Im Industriepark Höchst, bei Merck in Darmstadt, im Opel-Werk Rüsselsheim, im Industriepark Wolfgang in Hanau und im VW-Werk Baunatal bei Kassel rollen täglich Firmenwagen und Transporter. Rund um Weiterstadt und Raunheim haben sich Logistiker angesiedelt, deren Fahrer auf enge Zeitfenster achten. Genau diese Mischung erzeugt Fehlbetankungen. Wer nach zwölf Stunden Schicht noch tankt, wer am Flughafen einen Mietwagen übernimmt und die Beschriftung an der Zapfsäule nur überfliegt, wer an einer Station mit acht Säulen und zwei Kraftstoffsorten den Überblick verliert, landet schnell bei der falschen Pistole. Zwischen Feierabendverkehr auf der B45 und dem Andrang an den Autohöfen der A5 bleibt wenig Zeit zum Hinsehen.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A3, A5, A7, A45, A66, A67, A4, A60, A61, B3, B45, B27, Frankfurter Kreuz, Gambacher Kreuz, Hattenbacher Dreieck.

Ich habe an der Rastanlage bei Gräfenhausen an der A5 Diesel in einen Benziner gefüllt. Muss das Auto in die Werkstatt?

In den meisten Fällen nicht. Solange der Motor nicht gestartet wurde, bleibt der falsche Kraftstoff im Tank und wird vor Ort abgepumpt. Anschließend wird Benzin aufgefüllt, und die Fahrt kann weitergehen.

Am Flughafen Frankfurt habe ich AdBlue statt Diesel eingefüllt, der Mietwagen steht im Parkhaus.

Den Motor nicht starten und die Vermietung informieren. Der Tank wird entleert und gespült, das Gemisch in Behältern entsorgt. Für die Rückgabe gibt es eine Bestätigung über die durchgeführte Tankentleerung.

Wir standen auf dem Rückweg von Kassel auf einem Firmenparkplatz bei Baunatal. Wird auch dort abgepumpt?

Ja, solange die Zufahrt offen und das Fahrzeug zugänglich ist. Wichtig ist eine genaue Beschreibung des Standorts, weil viele Gewerbeflächen mehrere Einfahrten haben. Steht eine Schranke im Weg, hilft ein kurzer Anruf beim Pförtner.

Wohin kommt das abgesaugte Kraftstoffgemisch in Hessen?

Es wird in verschlossenen Behältern gesammelt und einer zugelassenen Annahmestelle für Altkraftstoffe übergeben. Eine Entsorgung über Abwasser oder Boden kommt nicht in Frage. Was Anfahrt, Abpumpen und Verwertung kosten, erfahren Sie vor der Ausfahrt.

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