Falsch getankt in Sömmerda?

Pendelverkehr prägt Sömmerda stärker als fast jede andere Kleinstadt im Thüringer Becken. Zwischen sechs und acht Uhr schiebt sich eine zähe Blechlawine über die B176 Richtung Erfurt, während aus Frohndorf, Leubingen und Tunzenhausen Autos zur Auffahrt an der A71 rollen. Wer an den Tankstellen der Einfallstraßen noch schnell nachtankt, hat selten den Zapfhahn richtig im Blick. Dann steht da ein Wagen, der nach wenigen Metern bockt, blau oder weiß qualmt oder gar nicht mehr anspringt. Falsch getankt in Sömmerda ist mehr als ein Ärgernis: Bleibt der falsche Kraftstoff im System, drohen Schäden an Einspritzpumpe, Injektoren und Filtern. Für solche Fälle ist dieser Kraftstoff-Notdienst unterwegs. Wir kommen zur Wohnung in der Kernstadt, auf den Pendlerparkplatz am Bahnhof, zum Betriebsgelände an der Kiebitzhöhe oder an den Fahrbahnrand nahe der Anschlussstelle Sömmerda-Ost. Abpumpen, Leitungen leeren, Kraftstoff fachgerecht entsorgen, den Motor wieder startfähig machen. Das Einsatzgebiet reicht von Schallenburg und Stödten über Wenigensömmern bis zu den Gewerbeflächen Richtung Kölleda und Weißensee. Gefahren wird durchgehend, auch nachts und an Feiertagen, mit einer Anfahrt von meist 30-45 Minuten. Sömmerda liegt im Norden des Thüringer Beckens, dort wo die Ackerböden flach werden und der Blick bis zum Dün reicht. Die Kernstadt drängt sich um den Marktplatz mit dem Rathaus und die Bonifatiuskirche, nach Norden wächst sie mit den Ortsteilen Frohndorf, Leubingen und Orlishausen zusammen, im Süden liegen Schallenburg, Stödten und Tunzenhausen an der Unstrut, die hier gemächlich durch die Niederung zieht. Wenigensömmern wird ebenfalls zur Stadt gerechnet. Nach Westen öffnet sich die Landschaft Richtung Gebesee und Straußfurt, im Osten grenzen Kölleda und Buttstädt an, im Süden Weimar und Erfurt. Wer die Stadt umfährt, nutzt die B85 oder die A71, wer mit dem Rad unterwegs ist, folgt dem Unstrut-Radweg. Der Bahnhof verbindet Sömmerda mit Erfurt im Südwesten und mit Sangerhausen im Norden, die Pfefferminzbahn schwenkt nach Osten ab.

Sömmerda liegt im Norden des Thüringer Beckens, dort wo die Ackerböden flach werden und der Blick bis zum Dün reicht. Die Kernstadt drängt sich um den Marktplatz mit dem Rathaus und die Bonifatiuskirche, nach Norden wächst sie mit den Ortsteilen Frohndorf, Leubingen und Orlishausen zusammen, im Süden liegen Schallenburg, Stödten und Tunzenhausen an der Unstrut, die hier gemächlich durch die Niederung zieht. Wenigensömmern wird ebenfalls zur Stadt gerechnet. Nach Westen öffnet sich die Landschaft Richtung Gebesee und Straußfurt, im Osten grenzen Kölleda und Buttstädt an, im Süden Weimar und Erfurt. Wer die Stadt umfährt, nutzt die B85 oder die A71, wer mit dem Rad unterwegs ist, folgt dem Unstrut-Radweg. Der Bahnhof verbindet Sömmerda mit Erfurt im Südwesten und mit Sangerhausen im Norden, die Pfefferminzbahn schwenkt nach Osten ab.

Abpumpen ist mehr als ein Schlauch im Tankstutzen. Wer den Abpumpdienst in Sömmerda ruft, hat es oft mit einem Fahrzeug zu tun, das an der B176 liegen geblieben ist, mit einem Kleinbus eines Pflegedienstes aus der Kernstadt oder mit einem Sprinter, dessen Fahrer im Gewerbegebiet versehentlich AdBlue in den Diesel gefüllt hat. Vor Ort saugen wir den falschen Kraftstoff ab, trennen Benzin, Diesel und AdBlue sauber voneinander und prüfen, ob Leitungen und Filter schon geflutet sind. Reicht das Absaugen nicht, wird der Tank gespült. Danach bekommt der Wagen auf Wunsch die passende Füllung, damit die Fahrt nach Erfurt, Weißensee oder Kölleda weitergehen kann. Auch Motorräder, Wohnmobile und Transporter mit zwei Tanks gehören zum Alltag auf den Straßen des Landkreises. Der Notdienst arbeitet mobil, also ohne Schleppfahrt und ohne Standzeit auf einem Werkstatthof. Für Speditionen und Handwerksbetriebe an der Kiebitzhöhe dokumentieren wir jede Tankentleerung mit Menge und Kraftstoffart, damit die Abrechnung stimmt.

Ein Anruf genügt, dann läuft die Kette an. Am Telefon brauchen wir Fahrzeugtyp, Standort und die Angabe, welcher Kraftstoff im Tank gelandet ist. Wer unsicher ist: Der Kassenbon der Tankstelle klärt es meist in Sekunden. Während der Fahrt Richtung Sömmerda halten wir Kontakt, damit der Fahrer Bescheid weiß und niemand unnötig den Motor startet. Vor Ort wird der Tank über eine Absauganlage geleert, das Gemisch in getrennte Behälter gefüllt und der Boden unter dem Fahrzeug abgedeckt, damit nichts ins Erdreich oder in die Kanalisation läuft. Die Entsorgung übernehmen zertifizierte Betriebe aus dem Landkreis. Danach folgt der Probelauf: Zündung, kurzer Start, Kontrolle auf Qualm und unruhigen Leerlauf. Passt alles, kann der Wagen weiterrollen. Zeigt die Diagnose Schäden an Pumpe oder Injektoren, sagen wir klar, ob eine Werkstatt in Sömmerda oder Erfurt die nächste Station sein muss.

Vor Ort in Sömmerda

Kaum eine Stadt dieser Größe hat so viel Güterverkehr auf so kurzem Raum. Die A71 mit den Anschlussstellen Sömmerda-Ost und Kölleda schneidet den Landkreis, die B176 zieht die Erfurter Pendler an, B85 und B4 verteilen sie Richtung Weimar und Nordhausen. Dazu der Bahnhof Sömmerda, an dem sich die Strecke nach Erfurt und Sangerhausen mit der Pfefferminzbahn nach Großheringen trifft. Morgens leeren sich die P+R-Plätze binnen Minuten, abends füllen sie sich wieder. Warum passiert hier eine Fehlbetankung? Weil Diesel- und Benzinsäulen dicht nebeneinander stehen, weil AdBlue-Zapfhähne an Lkw-Säulen hängen und weil ortsunkundige Fahrer aus dem Transitverkehr durch das Thüringer Becken nach dem Abbiegen von der A71 schnell die Orientierung verlieren. Im Gewerbegebiet Kiebitzhöhe mit seinen Zulieferern, auf dem Gelände des früheren Olympia-Büromaschinenwerks und in den Werkstätten entlang der Bahnlinie wird im Takt gearbeitet. Wer im Stress tankt, greift daneben. Hinzu kommen Leihwagen vom Bahnhof, Wohnmobile auf dem Weg in den Harz und Traktoren aus den Dörfern, die an einer Freilandtankstelle zwischen Sömmerda und Gebesee falsch befüllt werden.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A71, A71-Anschlussstelle Sömmerda-Ost, A71-Anschlussstelle Kölleda, B176, B85, B4.

Ich habe an der B176 vor Sömmerda Diesel in einen Benziner gefüllt. Schaffe ich es noch bis zur Werkstatt nach Erfurt?

Nein, den Motor besser nicht starten, schon wenige Hundert Meter mit Diesel im Benzintank können Pumpe und Injektoren beschädigen. Rufen Sie den Notdienst, nennen Sie Standort und Kraftstoffsorte, dann wird der Tank vor Ort geleert und der Wagen wieder fahrbereit gemacht. Die Anfahrt dauert in der Regel 30-45 Minuten.

Unser Firmenwagen steht im Gewerbegebiet Kiebitzhöhe und hat AdBlue im Diesel. Arbeitet ihr auf dem Betriebsgelände?

Ja, wir fahren auch auf abgesperrte Flächen, wenn Werkschutz oder Disposition vorher informiert werden. Für Flotten gibt es eine Dokumentation mit abgesaugter Menge und Entsorgungsnachweis, die die Buchhaltung ablegen kann. Ein Ansprechpartner mit Schlüssel genügt, der Fahrer muss beim Absaugen nicht danebenstehen.

Kann ich nach dem Falschtanken noch über die Anschlussstelle Sömmerda-Ost auf die A71 fahren?

Auf keinen Fall. Der falsche Kraftstoff wird sofort in den Kreislauf gedrückt, und ein Ausfall auf der Autobahn ist besonders gefährlich. Stattdessen Zündung aus, Warnweste an, Warndreieck raus und den Kraftstoff-Notdienst rufen.

Bekomme ich einen Nachweis über Menge und Entsorgung des abgepumpten Kraftstoffs?

Ja, jede Tankentleerung wird schriftlich festgehalten, mit abgesaugter Menge, Kraftstoffart und Übergabe an einen zertifizierten Entsorgungsbetrieb. Diesen Beleg akzeptieren Werkstätten und Versicherungen in der Regel als Nachweis.

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