Falsch getankt in Sayda?

Wenn im Spätherbst der Nebel über dem Saydaer Berg hängt und die Fichten am Mortelgrund grau werden, zeigt sich das Osterzgebirge von seiner stillen Seite. Sayda liegt auf rund 640 Metern zwischen bewaldeten Hängen, und wer die B171 von Dippoldiswalde heraufkommt, spürt schnell, dass hier oben die Wege länger und die Werkstätten dünner gesät sind. Umso ärgerlicher ist ein Moment der Unachtsamkeit an der Zapfsäule. Wer in Sayda falsch getankt hat, steht nämlich nicht neben einer großen Vertragswerkstatt mit freien Terminen. Die nächsten Betriebe mit passender Ausrüstung sitzen in Freiberg oder Marienberg, und mit Diesel im Benzintank ist jede Fahrt dorthin ein Wagnis für Pumpe, Filter und Einspritzdüsen. Der Kraftstoff-Notdienst für Sayda kommt deshalb in den Ort, saugt den falschen Sprit ab und bereitet das Fahrzeug so auf, dass es wieder rollen kann. Das Einsatzgebiet deckt die Kernstadt ebenso ab wie Friedebach, Dörnthal, Ullersdorf, Voigtsdorf und Hallbach sowie die Straßen nach Neuhausen, Frauenstein und Rechenberg-Bienenmühle. Je nachdem, wo die Tour gerade unterwegs ist und wie die Straßen durch den Mortelgrund befahrbar sind, sind 30-45 Minuten bis zum Fahrzeug realistisch. Nach Mitternacht wird das besonders wichtig: Zwischen Olbernhau, Lengefeld und Freiberg findet sich dann kaum noch eine offene Annahme, während der Notdienst weiter über die B171 fährt. Sayda sitzt im oberen Erzgebirge, im Landkreis Mittelsachsen, auf einer Hochfläche von etwa 640 Metern. Die Stadt bildet den Übergang zwischen dem Osterzgebirge und dem Raum Freiberg. Rundherum liegen Ortsteile wie Friedebach, Dörnthal, Ullersdorf, Voigtsdorf und Hallbach, dazwischen Wiesen, Fichtenwälder und tief eingeschnittene Bäche, die in Richtung Freiberger Mulde entwässern. Der Mortelgrund schneidet sich südwestlich ein, der Saydaer Berg gibt der Umgebung ihr Profil. In der Nachbarschaft liegen Frauenstein mit seiner Burg, Rechenberg-Bienenmühle und Neuhausen an der Grenze zu Tschechien, Olbernhau und Lengefeld Richtung Marienberg. Durch die Talsperren der Umgebung, etwa bei Lichtenberg und Rauschenbach, wird die Region zusätzlich geprägt. Eine Bahnstrecke führt heute nicht mehr nach Sayda; die alte Schmalspurbahn von Mulda herauf wurde vor Jahrzehnten stillgelegt. Geblieben ist die Straße, vor allem die B171, die als Lebensader den Ort mit Dippoldiswalde und dem Erzgebirgskamm verbindet.

Sayda sitzt im oberen Erzgebirge, im Landkreis Mittelsachsen, auf einer Hochfläche von etwa 640 Metern. Die Stadt bildet den Übergang zwischen dem Osterzgebirge und dem Raum Freiberg. Rundherum liegen Ortsteile wie Friedebach, Dörnthal, Ullersdorf, Voigtsdorf und Hallbach, dazwischen Wiesen, Fichtenwälder und tief eingeschnittene Bäche, die in Richtung Freiberger Mulde entwässern. Der Mortelgrund schneidet sich südwestlich ein, der Saydaer Berg gibt der Umgebung ihr Profil. In der Nachbarschaft liegen Frauenstein mit seiner Burg, Rechenberg-Bienenmühle und Neuhausen an der Grenze zu Tschechien, Olbernhau und Lengefeld Richtung Marienberg. Durch die Talsperren der Umgebung, etwa bei Lichtenberg und Rauschenbach, wird die Region zusätzlich geprägt. Eine Bahnstrecke führt heute nicht mehr nach Sayda; die alte Schmalspurbahn von Mulda herauf wurde vor Jahrzehnten stillgelegt. Geblieben ist die Straße, vor allem die B171, die als Lebensader den Ort mit Dippoldiswalde und dem Erzgebirgskamm verbindet.

Eine Tankentleerung in Sayda beginnt nicht mit dem Schlauch, sondern mit Fragen. Welcher Kraftstoff ist drin, wie viel, und wie weit ist der Motor danach noch gelaufen? Erst dann entscheidet sich, ob das Abpumpen genügt oder ob Leitungen und Filter zusätzlich gespült werden müssen. An der Tankstelle im Saydaer Ortskern oder an der B171 Richtung Olbernhau passiert das meist unkompliziert, weil das Fahrzeug direkt an Ort und Stelle stehen bleibt und niemand es vorher quer durchs Erzgebirge fahren muss. Auch AdBlue im Dieseltank oder umgekehrt gehört zu den Fällen, die unterwegs abgearbeitet werden. Der abgesaugte Kraftstoff kommt in dichte Behälter und wird anschließend fachgerecht entsorgt, nicht in den nächsten Gully am Mortelgrund gekippt. Zum Schluss prüft die Besetzung, ob der Motor rund läuft, und übergibt ein Fahrzeug, mit dem die Weiterfahrt nach Freiberg, Marienberg oder Rechenberg-Bienenmühle wieder möglich ist. Bei größeren Mengen dauert die Aktion etwas länger, kleinere Fehlbetankungen sind oft in einer guten halben Stunde erledigt.

Der Ablauf startet mit einem Anruf, in dem die Adresse, das Fahrzeug und der getankte Kraftstoff geklärt werden. Oft reicht eine kurze Wegbeschreibung, etwa die Ortsdurchfahrt von Sayda, ein Parkplatz am Ortseingang oder ein Waldweg Richtung Mortelgrund. Danach macht sich der Wagen mit Pumpe, Kanistern und Bindemitteln auf den Weg. Am Fahrzeug angekommen, wird der Tankinhalt über eine Absaugvorrichtung in Behälter geleitet. Was nicht mehr zu retten ist, wandert in die vorgeschriebene Entsorgung, die anschließend dokumentiert wird. Wer möchte, bekommt eine Bestätigung für die Werkstatt oder den Arbeitgeber, denn gerade bei Firmenwagen und Transportern auf der B171 wird so etwas verlangt. Zuletzt folgt der Funktionstest: Zündung, Leerlauf, kurze Proberunde. Erst wenn der Motor sauber läuft, gilt der Einsatz als beendet und die Fahrt nach Neuhausen, Frauenstein oder Freiberg kann weitergehen.

Vor Ort in Sayda

Sayda ist kein Verkehrsknoten mit Dauerstau, und doch rollt über die B171 täglich mehr Blech, als die kleine Stadt vermuten lässt. Pendler aus Olbernhau und Neuhausen nehmen die Strecke Richtung Dippoldiswalde und Dresden, andere fahren über Frauenstein und die B101 nach Freiberg zur Arbeit. Wer hier ortsfremd ist, hält oft an der ersten Zapfsäule, die auftaucht, und greift im Halbdunkel zur falschen Pistole. Dazu kommt der Ausflugsverkehr: Wanderer, Motorradfahrer und Wintergäste, die den Weg über den Saydaer Berg oder durch den Mortelgrund suchen, tanken unterwegs irgendwo im Vorbeifahren. Die großen Tankstellen-Cluster mit vielen Sorten liegen in Freiberg und Marienberg, weshalb in Sayda selbst nur wenige Zapfstellen zur Verfügung stehen und der Druck auf jede einzelne steigt. Auch Handwerksbetriebe, holzverarbeitende Firmen und Landwirtschaft im Umland sind auf Diesel angewiesen; kleinere Kanister und Betriebstanks an Höfen und in Scheunen gehören zum Alltag. Wird dort versehentlich Benzin eingefüllt, ist der Weg zur nächsten Werkstatt weit. Genau dafür gibt es den mobilen Abpumpdienst, der bis in die Ortsteile und an die Höfe am Rand des Erzgebirges kommt.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: B171, B101, B173, A4 (Anbindung über Freiberg und Richtung Dresden).

Ich habe an der B171 zwischen Sayda und Rechenberg-Bienenmühle Diesel statt Benzin getankt. Kann das Auto bis Freiberg fahren?

Nur bis zur nächsten sicheren Haltebucht, besser gar nicht. Der falsche Kraftstoff erreicht sonst Pumpe und Einspritzanlage, und aus einer Tankentleerung wird schnell eine teure Reparatur. Der Notdienst saugt den Tank noch vor Ort ab, damit die Strecke nach Freiberg oder Marienberg später ohne Risiko möglich ist.

Unser Transporter steht auf einem Betriebsgelände in Dörnthal oder Friedebach, der Tank ist mit Benzin gefüllt. Kommt jemand dorthin?

Ja, die Anfahrt führt bis auf Höfe, Firmengelände und Waldparkplätze in den Saydaer Ortsteilen. Nötig sind eine genaue Beschreibung der Zufahrt und idealerweise eine Telefonnummer, unter der jemand vor Ort erreichbar ist. Nach dem Abpumpen und der Entsorgung folgt eine Bestätigung für die Buchhaltung.

In Sayda gibt es nur wenige Zapfstellen. Wie verhindere ich, dass mir das im Winter bei Dunkelheit noch einmal passiert?

Gerade im Winter zwischen Neuhausen und dem Saydaer Berg sind die Zapfsäulen oft schlecht ausgeleuchtet und die Hände kalt. Prüfen Sie die Pistole zweimal, bevor sie einrastet, und achten Sie auf die Beschriftung statt auf die Position an der Säule. Wer unsicher ist, tankt besser bei Tageslicht in Freiberg oder an einer gut beschilderten Station an der B101.

Wie läuft das mit AdBlue? Ich habe den Zusatz in den Dieseltank gefüllt.

AdBlue gehört nicht in den Kraftstofftank, auch wenn der Einfüllstutzen in der Nähe sitzt. Die Flüssigkeit wird zusammen mit dem Diesel abgesaugt und entsorgt, danach werden Leitungen und Tank gespült. Ohne diese Behandlung drohen Schäden an Pumpe und Abgasreinigung.

Ebenfalls schnell vor Ort in: