Falsch getankt in Raststätte Holledau?
Wer auf der A9 zwischen Nürnberg und München unterwegs ist, kennt das Bild: Reihen von Hopfenstangen ziehen sich über die Hügel der Hallertau, dazwischen liegen Dörfer mit Zwiebeltürmen, und irgendwann tauchen die beleuchteten Schilder der Raststätte Holledau auf. Sie steht mitten im größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt und ist für viele Reisende der letzte Stopp vor München oder der erste nach Nürnberg. Genau diese Lage macht die Anlage zum Brennpunkt. Am Kreuz Holledau zweigt die A93 in Richtung Regensburg ab, die A9 trägt den Fernverkehr quer durch Bayern, und rundherum rollen jeden Morgen Pendlerkolonnen nach Ingolstadt, Freising oder München. Wer nach vierhundert Kilometern an die Zapfsäule fährt, ist müde, telefoniert oder blickt auf die Uhr. Dann rutscht die Pistole schon mal in den falschen Stutzen. Wurde an der Raststätte Holledau falsch getankt, rückt der Kraftstoff-Notdienst mit Pumpe und Saugschlauch direkt auf den Rastplatz aus, an den Pannenstreifen oder zur Werkstatt im Umland. Das Einsatzgebiet reicht von Pfaffenhofen an der Ilm über Wolnzach und Geisenfeld bis Manching und Mainburg. Gefahren wird rund um die Uhr, auch nachts und an Feiertagen. Die Raststätte liegt im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, eingebettet in die welligen Hochflächen der Hallertau. Nördlich öffnet sich das Donautal bei Ingolstadt, südlich wird das Gelände zum Isartal um Moosburg und Freising hin flacher. Die Ilm entwässert die Umgebung von Pfaffenhofen zur Donau, die Abens sammelt das Wasser des nördlichen Hopfenlands, und weiter östlich bildet die Isar die natürliche Grenze zum Landkreis Freising. In der Nachbarschaft liegen Wolnzach, Geisenfeld, Reichertshofen und Manching, etwas weiter entfernt Mainburg und Abensberg. Durch das Ilmtal verläuft die Bahnstrecke München-Ingolstadt-Nürnberg mit Halten in Pfaffenhofen und Rohrbach, parallel dazu schneidet die A9 die Hügel. Wer von der Raststätte aus weiterfährt, erreicht über die A93 Regensburg oder über die B300 die Schwäbische Alb? Nein, über die B300 geht es nach Augsburg und Aichach.
Die Raststätte liegt im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, eingebettet in die welligen Hochflächen der Hallertau. Nördlich öffnet sich das Donautal bei Ingolstadt, südlich wird das Gelände zum Isartal um Moosburg und Freising hin flacher. Die Ilm entwässert die Umgebung von Pfaffenhofen zur Donau, die Abens sammelt das Wasser des nördlichen Hopfenlands, und weiter östlich bildet die Isar die natürliche Grenze zum Landkreis Freising. In der Nachbarschaft liegen Wolnzach, Geisenfeld, Reichertshofen und Manching, etwas weiter entfernt Mainburg und Abensberg. Durch das Ilmtal verläuft die Bahnstrecke München-Ingolstadt-Nürnberg mit Halten in Pfaffenhofen und Rohrbach, parallel dazu schneidet die A9 die Hügel. Wer von der Raststätte aus weiterfährt, erreicht über die A93 Regensburg oder über die B300 die Schwäbische Alb? Nein, über die B300 geht es nach Augsburg und Aichach.
Der Abpumpdienst an der Holledau ist auf den Alltag einer der meistbefahrenen Rastanlagen Bayerns zugeschnitten. Saugschlauch, Pumpe und dichte Auffangbehälter kommen mit, damit an beiden Fahrbahnseiten der A9 gearbeitet werden kann, also auf der Nordseite Richtung Nürnberg ebenso wie auf der Südseite Richtung München. Auch die Parkbuchten nahe dem Kreuz, ein Pendlerparkplatz bei Wolnzach oder ein Hof im Ilmtal sind erreichbar. Abgesaugt wird der komplette Tankinhalt, nicht nur ein Teil davon. Danach werden die Leitungen gespült, damit kein Restgemisch in die Einspritzanlage oder in den Hochdruckbereich eines Dieselmotors gelangt. Hat sich AdBlue in den Diesel verirrt, wird die Harnstofflösung getrennt abgepumpt, weil sie sich mit Kraftstoff nicht verträgt. Das Gemisch wandert in zugelassene Fässer und geht an einen zertifizierten Entsorger der Region, mit Nachweis. Ein Reservekanister mit passendem Sprit ist an Bord, damit die Fahrt zügig weitergehen kann.
Am Anfang steht ein kurzes Telefonat. Fahrzeugschein, Tankbeleg und der genaue Standort helfen, am besten mit Angabe der Fahrtrichtung oder des Kilometersteins. Wer unsicher ist, ob wirklich der falsche Sprit im Tank steckt, erfährt am Telefon, woran sich die Verwechslung erkennen lässt. Motor nicht starten, Zündung aus, Warnblinker an. Danach rollt der nächste freie Wagen los. Aus dem Umland sind wir in der Regel in 30-45 Minuten an der Rastanlage, am Kreuz Holledau oder auf dem Streckenabschnitt dazwischen. Vor Ort wird der Tank geleert, der Kraftstoff gefiltert und in Fässer gefüllt, anschließend folgt die fachgerechte Entsorgung. Frischer Sprit kommt zuletzt hinein. Weiterfahren lässt es sich, sobald der Motor rundläuft; bei größeren Mengen falscher Flüssigkeit raten wir zu einer kurzen Kontrolle in einer Werkstatt in Pfaffenhofen oder Ingolstadt.
Vor Ort in Raststätte Holledau
Kaum ein Ort in Oberbayern bündelt so viel Verkehr auf so wenig Raum. Am Autobahnkreuz Holledau treffen A9 und A93 zusammen, die B300 führt über Wolnzach und Geisenfeld in Richtung Augsburg, die B13 verbindet Pfaffenhofen mit Ingolstadt. Dazu kommen die Pendlerströme zum Audi-Stammwerk und zu den Zulieferern der Region sowie der Schwerverkehr zu den Speditionen und Logistikbetrieben rund um Manching. Die Rastanlage selbst besteht aus zwei getrennten Seiten, jede mit eigener Zapfanlage, Gastronomie und Lkw-Parkfläche. Genau dort entstehen Fehlbetankungen: Diesel und Benzin stehen an benachbarten Säulen, Mietwagen und Transporter werden an fremden Tankstellen befüllt, der Beleg wird erst später geprüft. Wer aus der Hallertau kommt, tankt oft in Eile vor dem Auffahren, weil der nächste geplante Stopp erst hinter Nürnberg liegt. Berufskraftfahrer mit AdBlue-Anlagen, Camper aus dem Ausland und Urlauber auf dem Weg in die Alpen erhöhen das Risiko zusätzlich. Meldungen über falschen Kraftstoff erreichen uns aus dem gesamten Umfeld, aus Mainburg und Wolnzach genauso wie vom Parkstreifen direkt am Kreuz.
Anfahrt und Verkehrswege
Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A9, A93, B300, B13, Autobahnkreuz Holledau, Anschlussstelle Pfaffenhofen an der Ilm.
Wir stehen auf der Südseite der Raststätte Holledau und im Tank schwimmt der falsche Kraftstoff. Wie schnell ist jemand da?
Aus dem Umland fahren wir die Südseite der A9 in der Regel in 30-45 Minuten an. Nennen Sie am Telefon die Fahrtrichtung München oder Nürnberg, damit der Wagen nicht versehentlich auf der Gegenfahrbahn landet.
Getankt wurde auf der Nordseite. Ist die andere Rastseite überhaupt erreichbar?
Jede Seite hat eine eigene Zufahrt, die nur über die jeweilige Richtungsfahrbahn angefahren werden kann. Wir kommen deshalb von Norden über die passende Anschlussstelle, ohne unerlaubt zu wenden.
Passiert das nur Fernfahrern oder auch Pendlern aus Wolnzach und Geisenfeld?
Beide Gruppen sind betroffen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Auf der Durchreise entsteht die Verwechslung meist unter Zeitdruck, nach einer Spätschicht im Ingolstädter Werk oder nach dem Hopfenverkauf in Wolnzach eher aus Routine.
Wohin kommt das abgepumpte Benzin-Diesel-Gemisch?
Es wird in dichte Fässer gefüllt und bei einem zugelassenen Entsorgungsbetrieb der Region abgegeben, der Vorgang wird dokumentiert. Danach kommt frischer Kraftstoff in den Tank, damit die Weiterfahrt über die A9 oder die B300 möglich ist.
Ebenfalls schnell vor Ort in:
- Pfaffenhofen an der Ilm
- Wolnzach
- Falsch getankt in Geisenfeld
- Manching
- Falsch getankt in Ingolstadt
- Falsch getankt in Freising
- Moosburg an der Isar
- Falsch getankt in Mainburg