Falsch getankt in Friedrichshafen?

Über dem Bodensee liegt im Spätherbst oft eine dünne Nebelschicht, durch die die Kette des Säntis nur als blasse Silhouette schimmert. Friedrichshafen zieht sich an diesem Nordufer entlang wie ein langes Band aus Hafenbecken, Werkshallen und Obstwiesen, von Fischbach im Westen über die Uferpromenade bis nach Manzell und Seemoos. Wer hier wohnt, kennt den Takt der Schichtwechsel bei ZF und Airbus, das Kommen und Gehen der Fähre nach Romanshorn und den zähen Verkehr, der sich morgens über die B31 schiebt. Zwischen diesen Routinen passiert es: ein Griff zur falschen Zapfpistole im Gewerbegebiet Fallenbrunnen, ein hastiger Stopp an der Tankstelle vor der Auffahrt auf die B30, und schon steckt der Rüssel im falschen Stutzen. Ein Benziner mit Diesel im Tank springt danach häufig gar nicht mehr an. Hat ein Selbstzünder Ottokraftstoff bekommen, läuft der Motor rau, nagelt oder stellt nach wenigen Kilometern ab. Unser Kraftstoff-Notdienst fährt das komplette Friedrichshafener Stadtgebiet an, zu jeder Tageszeit, von Ailingen und Kluftern im Norden bis zu den Hafenanlagen und dem Flughafenareal im Süden. Wer hier falsch getankt hat, bekommt Hilfe am Straßenrand, in der Tiefgarage oder auf dem Pendlerparkplatz. Bis wir eintreffen, vergehen meist 30-45 Minuten, je nachdem, wie dicht die B31 oder die Achse über die B30 gerade belegt ist. Friedrichshafen besetzt das nordöstliche Ufer des Bodensees, dort, wo das württembergische Hinterland auf den See trifft. Die Stadt reicht vom ebenen Uferstreifen mit Häfen und Werksgeländen bis hinauf zu den Hängen von Ailingen, Kluftern und Raderach, die schon ins Tettnanger Hopfenland überleiten. Nach Westen grenzen Immenstaad und Meersburg an, nach Osten Eriskirch und Langenargen mit den Mündungsgebieten von Schussen und Argen. Die Rotach quert das Stadtgebiet und mündet östlich des Zentrums in den Bodensee. Nördlich steigen die Straßen über Markdorf und das Gehrenberggebiet an, weiter nordöstlich beginnt das Oberschwäbische Hügelland um Ravensburg. Bahnreisende kennen die Südbahn nach Ulm und die Bodenseegürtelbahn, die Friedrichshafen mit Radolfzell und Lindau verbindet. Haltepunkte wie Stadt, Hafen, Ost und Fischbach verteilen den Ausflugsverkehr über das gesamte Ufer. Über die B31 und die B30 hängen See und Hinterland zusammen, während die A96 erst bei Sigmarszell und Weißensberg erreicht wird.

Friedrichshafen besetzt das nordöstliche Ufer des Bodensees, dort, wo das württembergische Hinterland auf den See trifft. Die Stadt reicht vom ebenen Uferstreifen mit Häfen und Werksgeländen bis hinauf zu den Hängen von Ailingen, Kluftern und Raderach, die schon ins Tettnanger Hopfenland überleiten. Nach Westen grenzen Immenstaad und Meersburg an, nach Osten Eriskirch und Langenargen mit den Mündungsgebieten von Schussen und Argen. Die Rotach quert das Stadtgebiet und mündet östlich des Zentrums in den Bodensee. Nördlich steigen die Straßen über Markdorf und das Gehrenberggebiet an, weiter nordöstlich beginnt das Oberschwäbische Hügelland um Ravensburg. Bahnreisende kennen die Südbahn nach Ulm und die Bodenseegürtelbahn, die Friedrichshafen mit Radolfzell und Lindau verbindet. Haltepunkte wie Stadt, Hafen, Ost und Fischbach verteilen den Ausflugsverkehr über das gesamte Ufer. Über die B31 und die B30 hängen See und Hinterland zusammen, während die A96 erst bei Sigmarszell und Weißensberg erreicht wird.

Drei Fälle bestimmen den Alltag des Abpumpdienstes in Friedrichshafen: Diesel im Benzintank, Benzin im Selbstzünder und die versehentliche AdBlue-Fehlbetankung bei modernen Dieselfahrzeugen und Transportern. Der falsche Kraftstoff wird mit einer mobilen Absauganlage direkt am Fahrzeug abgezogen, gefiltert und in dichten Behältern gesichert. Das klappt auf dem Betriebshof in Manzell genauso wie in einer engen Tiefgarage am Bodensee Center, auf dem Messeparkplatz oder auf dem Pendlerstellplatz entlang der Bodenseegürtelbahn. Auch Speditionen im Gewerbegebiet Löwental und Betriebe an der Achse nach Tettnang rufen uns, wenn ein Transporter vor der Tour betankt wurde und nicht mehr sauber läuft. Nach dem Absaugen prüfen wir Leitungen und Filter, entsorgen den Kraftstoff über zertifizierte Annahmestellen im Bodenseekreis und setzen das Fahrzeug wieder in Betrieb. Auf Wunsch füllen wir gleich die richtige Sorte nach, damit die Weiterfahrt nach Ravensburg, Lindau oder Überlingen nicht am nächsten Kanister scheitert.

Am Telefon genügen drei Angaben: wo das Auto steht, um welches Modell es geht und welcher Kraftstoff versehentlich im Tank gelandet ist. Danach schicken wir den nächstgelegenen Wagen los, häufig über die B31 aus Richtung Immenstaad oder über die B30 aus dem Raum Ravensburg. Vor Ort wird der Tankstutzen geöffnet, die Absaugpumpe angeschlossen und der Inhalt in einen Sicherheitsbehälter geleitet. Je nach Tankgröße dauert die Tankentleerung zwischen zwanzig und vierzig Minuten. Anschließend folgt die fachgerechte Entsorgung des Gemischs, das im Bodenseekreis nicht in den Abfluss oder Restmüll gehört. Zum Schluss kontrollieren wir, ob Leitungen und Kraftstofffilter unbeschädigt sind, und starten den Motor probeweise. Wer möchte, bekommt den Tank mit der passenden Sorte aufgefüllt und kann die Fahrt fortsetzen, ob vom Parkplatz am Dornier Museum oder vom Feldweg zwischen Kluftern und Markdorf.

Vor Ort in Friedrichshafen

Friedrichshafen ist kein Ort, an dem der Verkehr zur Ruhe kommt. ZF, Airbus Defence and Space, Rolls-Royce Power Systems und Zeppelin beschäftigen Zehntausende, viele davon pendeln täglich aus dem Schussental, aus dem Allgäu oder per Fähre aus der Schweiz heran. Diese Ströme treffen auf Touristen, die im Sommer mit Wohnmobil und Bootsanhänger anreisen, sowie auf den Lieferverkehr, der Messe und Häfen bedient. Entlang der B31 reihen sich Tankstellen zwischen Fischbach, Seemoos und dem Flughafen, weitere liegen im Gewerbegebiet Fallenbrunnen, an der Achse nach Ailingen und im Umfeld des Bodensee Centers. Wer im Berufsverkehr zwischen zwei Terminen tankt, greift schnell zur falschen Zapfpistole, zumal an vielen Säulen Diesel und Super direkt nebeneinander liegen. Auswärtige und Mietwagenfahrer vertun sich zusätzlich, weil sie die Beschriftung an fremden Zapfsäulen anders lesen als zu Hause. Dazu kommt AdBlue, das an manchen Stationen nahe der Lkw-Spuren angeboten wird. Ein Schuss davon im Dieseltank führt zu ähnlichen Standschäden wie ein verwechselter Kraftstoff. Deshalb häufen sich die Anrufe beim Notdienst vor allem montags früh und freitags nachmittags, wenn die Pendlerachsen voll sind und die Fähre nach Romanshorn im Halbstundentakt übersetzt.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A96, B31, B30, B33, Anschlussstelle Sigmarszell (A96), Anschlussstelle Weißensberg (A96).

Ich habe am Flughafen Friedrichshafen kurz vor dem Abflug Diesel in einen Mietwagen mit Benzinmotor gefüllt. Kommen Sie bis ins Parkhaus?

Ja, unsere Ausrüstung ist kompakt genug für Parkhäuser mit niedriger Einfahrt. Wir sind am Flughafenareal und an den Parkplätzen beim Dornier Museum regelmäßig im Einsatz und saugen den falschen Kraftstoff direkt am Stellplatz ab. Danach lässt sich der Mietwagen wieder starten und zurückgeben.

Mein Lieferwagen steht im Gewerbegebiet Löwental und muss noch am selben Tag nach Ravensburg. Wie lange dauert das Absaugen?

Wenn wir über die B30 anfahren, sind wir meist innerhalb von 30-45 Minuten am Fahrzeug. Das Abpumpen selbst nimmt je nach Tankgröße zwanzig bis vierzig Minuten in Anspruch. Anschließend kann der Wagen mit der richtigen Sorte betankt werden und ist wieder fahrbereit.

Wohin kommt der abgesaugte Kraftstoff?

Das Gemisch wird in dichten Behältern gesammelt und an einer zugelassenen Annahmestelle im Bodenseekreis entsorgt. In den Bodensee, in die Rotach oder in die Kanalisation gelangt davon nichts.

Warum passieren Fehlbetankungen an der B31 besonders oft?

Auf der Uferstraße mischen sich Berufsverkehr, Reisebusse und Wohnmobile, und viele Tankstellen liegen direkt an der Ausfahrt. Wer zwischen zwei Terminen schnell tankt, verwechselt an doppelt belegten Säulen eher einmal Diesel und Super. Hinzu kommen Mietwagen und Fahrzeuge, die über die Fähre aus der Schweiz anreisen.

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