Falsch getankt in Berka/Werra?
Wo sich der Hainich nach Süden neigt und die Rhön den Horizont säumt, gräbt die Werra ihr breites Bett durch das Tal. Bei Berka tritt der Fluss zwischen Wiesen hervor, über die im Herbst der Nebel kriecht. Die Häuser drängen sich nicht um einen Marktplatz, sie reihen sich an der B7 auf, als hätte jemand den Ort an einer Schnur gezogen. Wer über die A4 anreist und an der Anschlussstelle Wommen/Herleshausen abfährt, sieht zuerst die Zapfsäulen, dann die Dächer von Berka. Wer aus Richtung Vacha über die B84 rollt, kennt jede Kurve auswendig, und genau diese Vertrautheit wird manchmal zum Fallstrick. Nach zehn Stunden Schicht in Eisenach, mit dem Kopf längst am Küchentisch, greift die Hand zur falschen Zapfpistole. Minuten später steht ein Wagen mit Benzin im Dieseltank oder Diesel im Benziner auf dem Hof und springt nicht mehr an. Ein Kraftstoff-Notdienst ist für solche Lagen im Werratal rund um die Uhr unterwegs, von Herda bis Dankmarshausen, von der Ortsdurchfahrt bis zum Parkplatz am Radweg. 30-45 Minuten nach dem Anruf steht das Fahrzeug meist schon am Straßenrand, bereit für die Tankentleerung. Wer in Berka/Werra falsch getankt hat, braucht keinen Transport in eine weit entfernte Werkstatt, sondern jemanden, der den Tank noch an Ort und Stelle leer saugt und den falschen Sprit fachgerecht entsorgt. Berka/Werra liegt im Wartburgkreis, eingebettet zwischen dem Hainich im Nordosten und den ersten Erhebungen der Rhön im Süden. Die Werra fließt mitten durch das Tal und bildet über weite Strecken die Grenze zum hessischen Nachbarland. Seit der Gebietsreform 2019 gehört Berka zur Stadt Werra-Suhl-Tal, zusammen mit Dankmarshausen, Dippach und Großensee. Zum Ort selbst zählen Dörfer wie Herda, Hausbreitenbach und Wünschensuhl, die sich an den Hängen und in den Seitentälern verteilen. Nördlich liegt der Ringgau mit Herleshausen, westlich folgen Gerstungen und die hessischen Orte Philippsthal und Heringen, östlich Creuzburg und Vacha. Wer mit der Bahn unterwegs ist, nutzt den Bahnhof Gerstungen oder Eisenach, wo die Thüringer Bahn das Werratal in Richtung Bebra verlässt. Der Radweg am Fluss und die Straßen im Tal sind die Lebensadern dieser Landschaft.
Berka/Werra liegt im Wartburgkreis, eingebettet zwischen dem Hainich im Nordosten und den ersten Erhebungen der Rhön im Süden. Die Werra fließt mitten durch das Tal und bildet über weite Strecken die Grenze zum hessischen Nachbarland. Seit der Gebietsreform 2019 gehört Berka zur Stadt Werra-Suhl-Tal, zusammen mit Dankmarshausen, Dippach und Großensee. Zum Ort selbst zählen Dörfer wie Herda, Hausbreitenbach und Wünschensuhl, die sich an den Hängen und in den Seitentälern verteilen. Nördlich liegt der Ringgau mit Herleshausen, westlich folgen Gerstungen und die hessischen Orte Philippsthal und Heringen, östlich Creuzburg und Vacha. Wer mit der Bahn unterwegs ist, nutzt den Bahnhof Gerstungen oder Eisenach, wo die Thüringer Bahn das Werratal in Richtung Bebra verlässt. Der Radweg am Fluss und die Straßen im Tal sind die Lebensadern dieser Landschaft.
Der Abpumpdienst in Berka/Werra arbeitet nicht mit dem Abschleppwagen, sondern mit einer Werkstatt auf Rädern. Pumpen, Schläuche, Kanister und ein eigener Stromerzeuger reisen mit, damit Diesel aus einem Benziner oder Benzin aus einem Selbstzünder direkt vor Ort abgesaugt werden kann. Das gilt für den Kleinwagen an der Tankstelle in der Ortslage genauso wie für den Transporter auf dem Firmenhof, für das Wohnmobil am Werratal-Radweg oder für den Wagen, der auf dem Weg von Vacha nach Eisenach an der B84 liegen bleibt. Auch eine Fehlbetankung mit AdBlue, verunreinigter Sprit aus einem Kanister oder der zweite Fehlgriff nach dem ersten lassen sich hier lösen. Nach dem Absaugen werden Tank und Leitungen gespült, der Filter geprüft und der passende Kraftstoff frisch aufgefüllt. Der falsche Sprit wandert in dichte Behälter und wird über eine zugelassene Sammelstelle entsorgt, mit Beleg für Werkstatt, Leasinggeber oder Versicherung.
Am anderen Ende der Leitung zählt zuerst der Standort: Ortsdurchfahrt, Tankstellenparkplatz an der A4-Abfahrt Wommen, Firmenhof oder eine Zufahrt bei Hausbreitenbach. Dazu die Angabe, ob der Motor nach dem Fehlgriff noch lief. Die Anfahrt erfolgt über die B7 oder die B84, je nachdem, von welcher Seite der Wagen erreichbar ist. Vor Ort wird zuerst geprüft, wie weit der falsche Kraftstoff in Leitungen und Filter vorgedrungen ist. Dann kommt die Pumpe an die Einfüllöffnung, der Tank wird leer gesaugt, bei großen Fassungsvermögen in mehreren Durchgängen. Der abgesaugte Sprit verschwindet in verschlossenen Behältern und wird noch am selben Tag an einer zugelassenen Stelle abgegeben. Anschließend wird das System gespült, der Filter kontrolliert, der richtige Kraftstoff eingefüllt und eine kurze Runde über die Ortsstraße gedreht. Danach steht das Fahrzeug wieder fahrbereit, samt Nachweis über Menge und Entsorgung.
Vor Ort in Berka/Werra
Die A4 zieht nördlich an Berka vorbei, ihre Anschlussstelle Wommen/Herleshausen ist für viele der letzte Halt vor der Landesgrenze nach Hessen. Rund um diese Abfahrt haben sich Tankstellen, Rastbetriebe und Werkstätten angesiedelt; hier wird getankt, was gerade passt, und hier passieren die meisten Verwechslungen. Die B7 teilt den Ort der Länge nach, die B84 holt Fahrzeuge aus Vacha, Heringen und Philippsthal heran. Dazwischen liegen die Pendlerströme nach Eisenach: Wer bei Opel oder in einem der Zulieferbetriebe arbeitet, fährt früh los und tankt spät. Auch die Kaliindustrie des Werratals schickt Schichtverkehr über diese Straßen, dazu Lastwagen, die zwischen den Werken in Heringen und Philippsthal pendeln. Im Sommer kommen Radler auf dem Werratal-Radweg und Wohnmobilisten, die zwischen Rhön und Hainich unterwegs sind; sie stehen oft zum ersten Mal an einer Tankstelle mit dichter Zapfsäulenreihe. Müdigkeit, ein fremdes Mietfahrzeug und die Eile vor der nächsten Schicht sind die häufigsten Gründe, warum am Ende der falsche Rüssel im Tank steckt.
Anfahrt und Verkehrswege
Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A4, A4-Anschlussstelle Wommen/Herleshausen, B7, B84.
Unser Wagen steht an der Tankstelle an der B7 kurz vor der Werrabrücke, Diesel ist im Benziner gelandet. Dürfen wir noch bis nach Hause fahren?
Nein, besser keinen Meter mehr. Ein Benziner verträgt Diesel nicht, die Zündung setzt aus und die Kraftstoffpumpe kann Schaden nehmen. Nennen Sie am Telefon die Tankstelle und bleiben Sie am Fahrzeug, dann wird der Tank dort geleert und gespült.
Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz am Werratal-Radweg und haben versehentlich Benzin statt Diesel getankt. Kommt jemand dorthin?
Ja, Stellplätze, Wiesenparkplätze und Zufahrten gehören zum Einsatzgebiet. Die Anfahrt läuft über die B7 oder die B84 und dauert in der Regel 30-45 Minuten. Bei Wohnmobilen wird der Tank in mehreren Durchgängen entleert, weil das Fassungsvermögen größer ist.
Ich pendle jeden Morgen von Gerstungen über Berka nach Eisenach zu Opel. Bekomme ich das Auto noch am selben Tag wieder zum Laufen?
In den allermeisten Fällen ja. Nach dem Absaugen werden Leitungen und Filter geprüft, frischer Diesel eingefüllt und eine kurze Probefahrt gemacht. Den Beleg über die entsorgte Menge können Sie beim Arbeitgeber oder bei der Leasingfirma einreichen.
An der Rastanlage bei Herleshausen steht ein Mietwagen mit Benzin im Dieseltank. Wer trägt die Kosten für die Tankentleerung?
Das hängt vom Mietvertrag ab, die Rechnung erhalten Sie aber in jedem Fall vor Ort mit Angabe von Kraftstoffmenge und Entsorgungsweg. Viele Vermieter erstatten die Tankreinigung, weil ein Weiterfahren deutlich teurer käme. Wichtig ist, dass der Motor nicht gestartet wird, damit kein Kraftstoff in die Einspritzanlage gelangt.
Ebenfalls schnell vor Ort in:
- Falsch getankt in Eisenach
- Gerstungen
- Herleshausen
- Falsch getankt in Creuzburg
- Heringen (Werra)
- Philippsthal (Werra)
- Falsch getankt in Vacha
- Dankmarshausen
- Wünschensuhl