Falsch getankt in Reutlingen?

Kurz nach sieben am Berliner Ring, der Verkehr schiebt sich Richtung Tübinger Tor, und an der Zapfsäule vor der Auffahrt zur B28 läuft der Strahl in den falschen Tank. Genau dort beginnt unsere Arbeit. Zwischen Achalm und Echaz, zwischen Betzingen, Ohmenhausen und Gönningen ist eine Fehlbetankung Alltag, kein Ausnahmefall: Diesel im Benziner, Benzin im Selbstzünder, AdBlue neben den Einfüllstutzen gefüllt. Der Abpumpdienst Reutlingen rückt im kompletten Stadtgebiet aus, vom Marktplatz mit der Spreuerhofstraße bis zum Stadion an der Kreuzeiche, vom Gewerbegebiet In Laisen bis nach Altenburg und Oferdingen am Neckar. Der Kraftstoff-Notdienst fährt rund um die Uhr, auch wenn die Spätschicht in Betzingen endet oder der letzte Zug aus Stuttgart am Hauptbahnhof hält. Mit 30-45 Minuten Reaktionszeit ist zu rechnen, weil die Fahrzeuge aus dem Umland anrollen. Reutlingen fährt viel Auto, die Zulassungszahlen sind hoch, die Pendlerwege kurz getaktet. Wer hier falsch getankt hat, braucht keinen Abschlepper nach Stuttgart, sondern eine Tankentleerung direkt an der Straße. Die Stadt liegt im Tal der Echaz, eingebettet zwischen Achalm und Georgenberg, und öffnet sich nach Norden zur Neckarschiene. Rund 115.000 Menschen leben hier, verteilt auf die Kernstadt und eingemeindete Orte wie Betzingen, Sondelfingen, Oferdingen, Altenburg, Mittelstadt, Gönningen und Ohmenhausen. Die Echaz fließt nordwärts und mündet bei Kirchentellinsfurt in den Neckar, der die nördlichen Stadtteile Altenburg und Oferdingen begleitet. Östlich steigt das Gelände zum Albtrauf an, südlich schließen Pfullingen und Eningen unter Achalm direkt an die Achalmkuppe an. Nach Westen führt der Weg über Wannweil und Kirchentellinsfurt nach Tübingen, nach Nordosten über Pliezhausen und Walddorfhäslach in Richtung Nürtingen. Die Neckar-Alb-Bahn verbindet den Hauptbahnhof, Reutlingen West und Sondelfingen mit Tübingen, in der Gegenrichtung geht es über Metzingen und Nürtingen nach Stuttgart. Gönningen hoch oben auf der Alb ist für seine Kirschbäume bekannt.

Die Stadt liegt im Tal der Echaz, eingebettet zwischen Achalm und Georgenberg, und öffnet sich nach Norden zur Neckarschiene. Rund 115.000 Menschen leben hier, verteilt auf die Kernstadt und eingemeindete Orte wie Betzingen, Sondelfingen, Oferdingen, Altenburg, Mittelstadt, Gönningen und Ohmenhausen. Die Echaz fließt nordwärts und mündet bei Kirchentellinsfurt in den Neckar, der die nördlichen Stadtteile Altenburg und Oferdingen begleitet. Östlich steigt das Gelände zum Albtrauf an, südlich schließen Pfullingen und Eningen unter Achalm direkt an die Achalmkuppe an. Nach Westen führt der Weg über Wannweil und Kirchentellinsfurt nach Tübingen, nach Nordosten über Pliezhausen und Walddorfhäslach in Richtung Nürtingen. Die Neckar-Alb-Bahn verbindet den Hauptbahnhof, Reutlingen West und Sondelfingen mit Tübingen, in der Gegenrichtung geht es über Metzingen und Nürtingen nach Stuttgart. Gönningen hoch oben auf der Alb ist für seine Kirschbäume bekannt.

Ein Abschleppwagen wäre in der Reutlinger Innenstadt oft die schlechtere Wahl. Zwischen den engen Parkhäusern rund um Wilhelmstraße und Marktplatz, in den Tiefgaragen am Tübinger Tor oder in den Werkstattstraßen von Betzingen kommt eine mobile Absauganlage deutlich weiter. Sie steht neben dem Wagen, zieht den falschen Kraftstoff aus dem Tank und trennt ihn sauber vom restlichen Inhalt. Danach lässt sich der Behälter wieder normal befüllen. Zum Einsatzbereich gehören die Zapfstellen an der B28 und an der B312 Richtung Pfullingen, die Betriebsparkplätze im Storlach, die Speditionshöfe an der B464 und die Pendlerparkplätze am Hauptbahnhof sowie in Sondelfingen. Auch AdBlue im Dieseltank wird abgesaugt. Gearbeitet wird auf Firmenparkplätzen, in Waschstraßen und auf Parkstreifen entlang der Umfahrung, ohne dass der Wagen auch nur einen Meter rollen muss.

Am Telefon zählt zuerst der Standort: Stadtteil, Straßenname, nächstes Gebäude. Danach kommt die Rückmeldung, wie lange die Anfahrt dauert, üblicherweise 30-45 Minuten. Während der Fahrt bleibt die Nummer erreichbar, falls sich etwas verschiebt. Vor Ort sehen wir zuerst nach, welcher Kraftstoff tatsächlich im Tank schwimmt, denn Benzin und Diesel mischen sich, und eine Mischung verhält sich anders als der reine Fehlgriff. Anschließend wird über den Einfüllstutzen abgesaugt, meist ohne Hebebühne, ohne Ausbau des Tanks. Der abgepumpte Kraftstoff wandert in dichte Behälter und von dort zu einer zugelassenen Annahmestelle in der Region Neckar-Alb. Zum Schluss kommt frischer Sprit hinein, ein kurzer Startversuch zeigt, ob alles läuft. Zwischen dem ersten Klingeln und der Weiterfahrt liegen an einem Werktag selten mehr als neunzig Minuten.

Vor Ort in Reutlingen

Reutlingen ist Autostadt im Wortsinn. Auf der Achse B28 zwischen Tübingen und Metzingen rollen jeden Morgen Tausende Fahrzeuge, ein großer Teil davon Firmenwagen mit Tankkarte. Wer Schlüssel für einen Diesel und einen Benziner gleichzeitig in der Jackentasche hat, greift schnell zur falschen Zapfpistole. Dazu kommt die Dichte an Stationen: an der Tübinger Straße, am Berliner Ring und an der Stuttgarter Straße Richtung Metzingen liegen mehrere Zapfstellen nur wenige Hundert Meter auseinander. Nach der Spätschicht ist der Griff zur Pistole reine Routine, und Routine verzeiht keinen Fehler. In Betzingen, Rommelsbach und Ohmenhausen wohnen viele Pendler, die zur Frühschicht nach Stuttgart oder in die Betriebe rund um Metzingen fahren. Zwischen Hochschule und den Werkhallen an der Echaz mischen sich Studierende, Ingenieure und Lieferverkehr. AdBlue im Dieseltank taucht dort häufiger auf, wo Flottenbetreuer ihre Fahrzeuge selbst nachfüllen. Die vielen Automarken auf Reutlinger Straßen bedeuten auch: viele verschiedene Tankstutzen, viele Gewohnheiten, viele kleine Ablenkungen.

Anfahrt und Verkehrswege

Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe: A8, A81, B28, B312, B313, B464, Kreuz Stuttgart.

Unser Wagen steht in einer Tiefgarage in der Reutlinger Innenstadt, etwa nahe dem Tübinger Tor. Passt die Absauganlage dort hinein?

Gearbeitet wird mit einer kompakten mobilen Einheit und flexiblen Schläuchen, die auch flache Rampen und enge Kurven schaffen. Am Telefon klären wir vorher Durchfahrtshöhe und freie Fläche. Ist die Zufahrt tatsächlich zu knapp, suchen wir gemeinsam eine geeignete Position, bevor jemand losfährt.

Ich habe auf dem Weg nach Tübingen an der B28 getankt und erst danach gemerkt, dass Diesel im Benziner ist. Stehe ich damit im Berufsverkehr im Weg?

Wir kommen zur Zapfstelle oder auf den nächstgelegenen Parkstreifen und arbeiten zügig, damit die Spur frei bleibt. In der Morgenspitze zwischen Tübinger Tor und Wannweil brauchen unsere Fahrzeuge selbst etwas länger. Nennen Sie am Telefon Fahrtrichtung und einen markanten Punkt, das verkürzt die Anfahrt spürbar.

Auf einem Betriebsparkplatz im Storlach wurden zwei Transporter versehentlich mit AdBlue statt Diesel befüllt. Lassen sich beide Fahrzeuge hintereinander bearbeiten?

Ja, bei mehreren Fahrzeugen an einem Standort legen wir die Reihenfolge schon beim Anruf fest, damit die Schicht planbar bleibt. Beide Behälter werden abgesaugt und der Inhalt getrennt entsorgt. Die Transporter sind danach wieder startklar, ohne dass sie in eine Werkstatt gebracht werden müssen.

Meine Spätschicht endet in Metzingen, mein Auto steht am Pendlerparkplatz nahe dem Bahnhof Reutlingen West. Klappt das auch nach Mitternacht?

Nachtschichten und Wochenenden sind für den Notdienst normale Arbeitszeit, ein Anruf nach Mitternacht ist also kein Sonderfall. Wichtig ist eine gut beschriebene Position, etwa Laternenmast oder Parkfeldnummer. Wir sagen dann verbindlich, wann das Fahrzeug wieder fahrbereit ist.

Ebenfalls schnell vor Ort in: