🚨 Krimi am Bodensee: 12.200 € Werkstatt-Abzocke nach Fehlbetankung entlarvt!

🚨 Krimi am Bodensee: 12.200 € Werkstatt-Abzocke nach Fehlbetankung entlarvt!
Es war ein Anruf, der uns fassungslos machte. Eine aufgelöste Rentnerin meldete sich bei uns. Ihr Missgeschick: Sie hatte ihren fast neuen VW Golf an einer Tankstelle am Bodensee falsch betankt (Benzin statt Diesel).
Die Fakten bis dahin:
**Der Motor wurde nie gestartet.
Die Zündung wurde nie betätigt.
Das Fahrzeug wurde sofort von einem Abschleppdienst in die nächste VW Niederlassung gebracht.
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Was dann folgte, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Nach einigen Tagen erhielt die Dame einen Kostenvoranschlag über 12.200 €. Die Begründung der Werkstatt: Man habe „Späne im Kraftstoffsystem“ gefunden. Zum Beweis zeigte man der Frau ein blaues Werkstatttuch mit metallischen Rückständen. Nur ein kompletter Austausch des Systems könne die Herstellergarantie retten.
Unsere Alarmglocken schrillten, Die Analyse aus der Ferne
Als Experten wussten wir sofort: Hier stimmt etwas nicht.
Ohne Motorstart und ohne Zündung kann kein Kraftstoff (und somit auch keine Späne) in die Hochdruckpumpe oder die Leitungen gelangen.
Die gezeigten Späne auf dem Foto waren viel zu groß. Diese stammten offensichtlich von einer Drehbank oder einer Zerspanungsanlage, sie hätten physisch niemals durch eine Kraftstoffleitung gepasst!
Der Einsatz vor Ort: Konfrontation in der Werkstatt
Obwohl unser Stützpunkt bei Nürnberg liegt, baten wir die Dame um Vertrauen und machten uns auf den Weg zum Bodensee. Unser Ziel: Ein Gutachten erstellen und den Betrug aufdecken.
Der Showdown:
Wir gingen direkt zum Fahrzeug und begannen vor den Augen des Werkstattmeisters, Proben aus dem Tank sowie dem Vor- und Rücklauf zu ziehen.
**„Als ich die Probenahmen ankündigte, wechselte der Meister instant die Gesichtsfarbe“, so unser Techniker vor Ort.
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Der Meister versuchte sofort, unsere Arbeit zu verbieten. Doch wir blieben hart: Im Auftrag der Besitzerin untersagten wir der Werkstatt jede weitere Handlung und drohten mit der Polizei und einer Anzeige wegen Betrugs.
Die Wende: Von 12.200 € auf 0 €
Nachdem wir den Meister und den Mechaniker mit den „unmöglichen“ Spänen konfrontiert hatten, wurde die Stimmung im Raum sehr ungemütlich. Als wir zum Handy griffen, um den Sachverhalt aktenkundig zu machen, knickte die Werkstattleitung plötzlich ein.
Das Ergebnis der Schadensbegrenzung durch die Werkstatt:
**Alle bisherigen Forderungen wurden storniert.
Die Werkstatt übernahm die kompletten Abschleppkosten.
Ein neuer Kraftstofffilter wurde kostenlos verbaut.
Die Dame erhielt einen Werkstattgutschein über 500 €.
Sämtliche Kosten für unseren Einsatz wurden von der Werkstatt übernommen.
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**Fazit: **Vertrauen ist gut, Gutachter ist besser
Wir haben das Fahrzeug vor Ort abgepumpt, das System gespült und den Golf wieder fahrbereit gemacht. Die Rentnerin konnte ihre letzte große Fahrzeuganschaffung behalten, ohne den finanziellen Ruin.